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News: Detail

 

Kampf gegen hohe Wasserverluste

«Das beunruhigt uns»
Im Jahr 2002 lag der Wasserverlust des Zweckverbandes Wasserversorgung äusseres Wasseramt bei 45,3 Prozent. Das entspricht 623 000 m3. «Diese 45 Prozent sind tatsächlich ein recht hoher Anteil, der uns beunruhigt», erklärt Peter Baumgartner, Präsident des Zweckverbandes Wasserversorgung äusseres Wasseramt, auf Anfrage. «Uns liegt sehr daran, die Wasserverluste zu verringern.» Eine Folge dieser Bemühungen ist ein Brief, der anfangs Juli an die 13 dem Zweckverband angeschlossenen Gemeinden ging. In diesem Brief werden die Behörden von Aeschi, Bolken, Deitingen, Etziken, Halten, Heinrichswil, Winistorf, Hersiwil, Horriwil, Hüniken, Kriegstetten, Oekingen und Subingen aufgefordert, Wasserbezüge ab Hydrant und für Bauwasser zu messen und dem Verband zur Verrechnung zu melden. Sind die Mengen bekannt, die ab Hydrant bezogen werden, lassen sich die effektiven Wasserverluste im Leitungsnetz berechnen.

Spezialregelungen mit Landwirten:
Ein ähnlicher Brief war bereits im November 2002 an die Gemeinden gerichtet worden. In diesem Brief heisst es: «Nicht zuletzt die Brunnenmeister unserer Gemeinden haben festgestellt, dass sehr oft Wasser an Hydranten bezogen wird, das nicht oder nur unvollständig gemessen und damit auch nicht bezahlt wird.» Tatsächlich durften Landwirte – mit Genehmigung des Zweckverbandes – bis zum 31. Dezember 2002 Wasser ab Hydrant nehmen. Allerdings durfte nur Wasser für Pflanzenspritzungen entnommen werden – pro Landwirt macht dies einige wenige Kubikmeter Wasser aus. Der Wasserbezug musste ausserdem mit einer Pauschale bezahlt werden. Seit dem 1. Januar dieses Jahres gibt der Zweckverband keine Genehmigungen mehr. Sie können durch die einzelnen Gemeinden aber weiterhin erteilt werden.

Gemeinden sind autonom:
Der Zweckverband Wasserversorgung äusseres Wasseramt liefert den angeschlossenen Gemeinden das Wasser. Jede Gemeinde bestimmt aber autonom über ihre Wasserpreise. Jede Gemeinde ist selbst verantwortlich für das gemeindeeigene Leitungsnetz. Und: Jede Gemeinde bestimmt für sich, wer, wie, wo und zu welchem Preis, Wasser ab Hydrant abzapfen darf und ob und wie Bauwasser für Baustellen verrechnet wird. «Eigentlich müssten alle dem Zweckverband angeschlossenen Gemeinden auch gleich mit dem Wasser umgehen», ist sich Peter Baumgartner dieser Schwachstelle des Zweckverbandes bewusst. «Wir können den Gemeinden keine Vorgaben diktieren, wir können nur Wünsche anbringen.»

Alle Gemeinden müssen die Löcher finanziell stopfen:
Ein weiterer Schwachpunkt ist der heutige Aufbau des Leitungsnetzes: Die Gemeinden können die Menge Wasser, die in ihr Leitungsnetz eingespiesen wird, nicht genau beziffern, da es ein sogenanntes «Ringleitungsnetz» ist. Somit zahlt eine Gemeinde, die ihr Leitungsnetz erneuert und allfällige Lecks geflickt hat, für Wasserverluste durch Leitungsschäden in einer anderen Gemeinde mit. Peter Baumgartner bestätigt dies: «Die Wasserverluste von rund 0,5 Mio. Franken werden auf alle aufgeteilt.» Im Zweckverband Wasserversorgung äusseres Wasseramt sind sehr unterschiedliche Gemeinden zusammengefasst. Da sind kleine Bauerndörfer wie Hüniken oder Hersiwil. Daneben grosse Gemeinden mit Industrie wie Deitingen oder Subingen. Zusätzlich kommen unterschiedliche Bodenstrukturen dazu. Der Untergrund in Deitingen beispielsweise ist kiesig – hat eine Wasserleitung ein Leck, verschwindet das Wasser beinahe unbemerkt im Boden. Ein Leck in Horriwil würde demgegenüber relativ schnell entdeckt, weil das Wasser in lehmigen Boden sofort an die Oberfläche drückt.

Unterschiedliche Ansichten:
Ebenso unterschiedlich sind die Philosophien der Gemeinden, wenn es um den Wasserbezug ab Hydrant geht. In Bolken sind die Hydranten theoretisch für alle zugänglich, wie Gemeindepräsident Thomas Beer bestätigt. Wer den Hydrant zur Wasserentnahme öffnet sieht sich einem Schildchen mit der Aufschrift «Halt! Begehen Sie keinen Diebstahl» gegenüber. Laut Beer gibt es mit den Wasserentnahmen ab Hydrant in Bolken kein Problem, weil die gegenseitige Kontrolle durch die Einwohner funktioniere. «Selten einmal wird bei einer Baustelle Wasser ab Hydrant genommen.» Ansonsten würde ausser der Feuerwehr niemand Wasser ab Hydrant brauchen.

Fast jeder hat einen Schlüssel für Hydranten:
In Etziken ist es verboten, an die Hydranten zu gehen. Gemeindepräsident Bruno Meyer gibt aber zu bedenken, dass für die Landwirtschaft eine sinnvolle Lösung gesucht werden sollte. «Ich spreche dabei nur von Wasser, das für Pflanzenschutzspritzungen gebraucht wird, allenfalls noch für das Tränken des Viehs.» Klar ist für Meyer, dass Wasser ab Hydrant verrechnet und bezahlt werden muss. «Alle Gemeinden des Zweckverbandes sollten das Problem gleich regeln.» Dem stimmt Ernst Bolliger (Gemeindepräsident Horriwil) zu. In Horriwil hätten drei Landwirte eine Bewilligung der Gemeinde Wasser für Pflanzenschutzspritzungen ab Hydrant zu nehmen – damit würden Leerfahrten quer durch das ganze Dorf vermieden. «Für das Wasser zahlen die Bauern eine Pauschale von 50 Franken.» Bolliger gibt ausserdem zu bedenken, dass die Wasserentnahme ab Hydrant lange Usus war. «Beinahe jedermann hatte einen Schlüssel, mit dem der Hydrant geöffnet werden konnte. Die Hydranten waren als Folge häufig kaputt.»

«Muss am Leitungsnetz liegen»
Für Ernst Bolliger ist zudem klar, dass das Problem der grossen Wasserverluste nicht in der Wasserentnahme ab Hydrant liegen kann. Dies habe der Gemeinderat dem Zweckverband mitgeteilt. «Wir denken, dass wir gewisse Sektoren mit Durchflussmessern kontrollieren müssen. Technisch gesehen ist dies kein Problem.» Ähnlich argumentiert auch Hans Ruedi Ingold, Gemeindepräsident in Subingen. Die Leitungen in den Gemeinden seien teilweise relativ alt und müssten – wie in Subingen schon grösstenteils geschehen – erneuert werden.
Urs Müller ist Gemeindepräsident von Aeschi, Präsident der Betriebskommission des Zweckverbandes Wasserversorgung äusseres Wasseramt und selbst Landwirt. «Wir wollen die Wasserverluste im Zweckverband senken und – unabhängig von der heuer herrschenden Trockenheit – Wasserbezüge ab Hydrant einschränken», macht Müller deutlich. Das Problem der hohen Wasserverluste werde dadurch nicht völlig verschwinden. «Aber wir möchten genau wissen, wieviel Wasser ab Hydrant bezogen wird. Vermutlich werden die Wasserveluste danach auf 30 bis 35 % zurückgehen», so Müller. Er gibt zudem zu bedenken, dass durch die enorme Bautätigkeit, beispielsweise der SBB mit der Bahn 2000, ebenfalls viele Kubikmeter Wasser verbraucht wurden, die nicht immer mit einer Wasseruhr gemessen und deshalb auch nicht verrechnet und in die Statistik aufgenommen wurden.

Wasserentnahme wurde übertrieben:
Müller gibt aber zu – ohne Namen nennen zu wollen – dass im Gebiet des Zweckverbandes «in den letzten Jahren die Wasserentnahme durch einige Bauern tatsächlich übertrieben wurde». Was lange geduldet werde, werde dann zur Gewohnheit und jetzt müsse ein strafferes Regime eingeführt werden. «Wasser stehlen ist das einfachste der Welt», erklärt Urs Müller. Allerdings funktioniere die gegenseitige Kontrolle recht gut. Müller ist deshalb zuversichtlich, dass der Zweckverband die Wasserverluste in den Griff bekommt
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Der Änteliweiher wird um 8000 Kubikmeter entschlickt

Der Weiher, der seit Jahren am Verlanden ist, wird jetzt für rund 360000 Franken saniert. Mittlerweile steht die Planung des Vorhabens, für das über 2000 Lastwagenfahrten nötig sein werden. Im kommenden Oktober, nach Beendigung der Brutzeit, werden in einer ersten Etappe mit dem Saugbagger rund 4000 Kubikmeter Schlick aus dem Teich geholt. Der Schlick besteht zu 90 Prozent aus Sand und zu rund 10 Prozent aus Wasser. Das Amt für Umwelt taxiert ihn als «unverschmutztes Aushubmaterial», womit er in der Kiesgrube Deitingen entsorgt werden kann. Bevor das Material nach Deitingen transportiert werden kann, muss es allerdings getrocknet werden. Die Stahl Gerlafingen AGstellt dafür zwei Jahre lang unentgeltlich die Auffangwanne eines ehemaligen Schweröltanks zur Verfügung. Bis der Schlick zu einer trockenen und stichfesten Masse wird, verstreichen drei Monate. Der Abtransport in die Kiesgrube der Bürgergemeinde Deitingen mittels Lastwagen wird erstmals im Februar während etwa vierzehn Tagen gegen 900 Fahrten ergeben.
Das Ganze noch einmal
Für März 2004 ist die zweite Etappe der Saugbaggerung vorgesehen. Wiederum werden gegen 4000 Kubikmeter abgesogen und anschliessend im selben Verfahren getrocknet und abtransportiert. Damit sind für Juni 2004 während weiteren zwei Wochen rund 900 Lastwagentransporte zu erwarten. Wegen der ohnehin starken Belastung mit Schwerverkehr soll die Bevölkerung von Gerlafingen und weiteren betroffenen Dörfern vor Beginn der Transporte jeweils informiert werden.
Begegnungsstätte
Als die Bürgergemeinde der Einwohnergemeinde im Jahr 2000 das Geld für die Sanierung des Änteliweihers zusicherte, verlangte sie, dass dort eine Begegnungsstätte geschaffen wird. Voraussichtlich entsteht nach Beendigung der Ausbaggerung eine rund zwei Meter über Boden liegende Plattform, eventuell mit zwei Pfeilern im Wasser. Sie würde es erlauben, die Tiere zu beobachten. Das für den Bau notwendige Eichenholz schenkt der Kanton Bern. Die Begegnungsstätte soll ab Herbst 2004 zur Verfügung stehen.
Kosten jederzeit im Griff
Um keine bösen Überraschungen zu erleben, sollen die Baukosten im Verlauf der Arbeiten zweimal einer strengen Zwischenkontrolle unterworfen werden. An den Kosten von 360000 Franken beteiligen sich die Bürger- und die Einwohnergemeinde Gerlafingen mit je 125000 Franken. Die restlichen Kosten werden vom Kanton Bern und dem Bund getragen.
Arbeitsgruppe
Um die Sanierung kümmert sich eine aus Vertretern der Beteiligten zusammengesetzte Arbeitsgruppe: Geleitet wird das Gremium von Gemeindepräsident Peter Jordi, Bruno Hofer amtet als Bauchef. Urs Affolter und Hansueli Müller wirken als Vertreter der Bürgergemeinde Gerlafingen mit. Vom Verein Pro Entenweiher (früher Vogelschutzverein) sind Hugo und Richard Thomi dabei. Die Stahl Gerlafingen AG ist vertreten durch Urs Eyer, das Naturschutzinspektorat des Kantons Bern durch Willy Frey. Den Sitzungen wohnt regelmässig auch Stephan Schader vom solothurnischen Amt für Umwelt bei.
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Neues Juwel aus Aeschi

«Uh, uh», freute sich die 18-jährige Sabrina Altermatt im Ziel. «Das war ein geiler Lauf. » In 13,68 wurde die für die LV Langenthal laufende Aescherin Schweizer Meisterin über 100 m Hürden. Der vierfachen Meisterin Monica Pellegrinelli blieb vom Start weg nur das Nachsehen. Altermatt bewerkstelligte einen Generationenwechsel: 20 Jahre (!) jünger ist sie als Pellegrinelli. Bereits Anfang Juni in Mannheim hatte die Gymnasiastin mit dem Juniorinnen-Schweizer-Rekord von 13,59 - der alte von Marianne Isenschmid und Jolanda Fagnocchi hielt 22 Jahre -ein Zeichen gesetzt.
Im letzten Jahr musste die Solothurnerin verletzungshalber aussetzen. Durch eine S-förmige Wirbelsäule machten sich immer wieder Schmerzen im Oberschenkel bemerkbar. «Ich lief weiter, so gut es ging, aber nie über die Hürden», blickt sie zurück. Die Zahl der Wettkämpfe beschränkte sich auf zwei im ganzen Sommer. Erst die Therapie beim Osteopathen seit Januar hat eine merkliche Besserung gebracht. Doch ihr Gesundheitszustand ist fragil. Die Junioren-Europameisterschaften von Ende Juli in Tampere (Fi) sind ihr nächstes grosses Ziel.
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Mit Haien im Nacken

Gestern um 17 Uhr wurde die Sharks-Bar im Hotel Post an der Hauptstrasse 33 in Luterbach eröffnet. Der Name kommt nicht von ungefähr: In der Bar steht ein 1000-Liter-Aquarium, in dem fünf Baby-Leopardenhaie herumschwimmen. «Wenn sie erwachsen sind, nehme ich aber zwei bis drei Haie aus dem Aquarium heraus», sagt Franz Andermatt, Geschäftsführer des Hotels Post und der neuen Bar.
Die Sharks-Bar befindet sich in den Räumlichkeiten, in denen einst das Monopol-Pub war - das für viel Aufregung im Dorf gesorgt hatte. «Mit dem Monopol-Pub möchte ich aber nicht verglichen werden», sagt Andermatt. Das Konzept ist denn auch auf ältere Personen ausgerichtet: Apéro-Bar, Zigarren-Lounge, leise Musik und der Besuch der Bar ist erst ab 21 Jahren erlaubt. st
Sharks-Bar, Öffnungszeiten: Di bis Sa 17 bis 24 Uhr, So. und Mo. geschl.

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Prinzessin und Unternehmer

«Im Anschluss an Biberist wird diese Ausstellung im staatlichen Museum von Sofia zu sehen sein», sagt Nikolaus «Claus» Hipp. Die lange Liste der Ausstellungsorte - ab 1981 - nennt Städte auf der ganzen Welt, beweist, dass es neben dem erfolgreichen Unternehmer (Babynahrung) Claus Hipp (wir berichteten) auch den Künstler gibt. «Besonders stolz bin ich auf mein Werk, das sich im Münchner Dom befindet», sagt Hipp. Es sei das einzige moderne Werk, das sich darin befinde. Die Wochenenden gehören der Malerei, ebenso die freien Abende. Da malt er noch bis tief in die Nacht. Sein Atelier befindet sich in einem Forsthaus, fünf Kilometer von Pfaffenhofen, seinem Wohnort, entfernt. Auch spielt er Oboe und Englischhorn in einem Münchner Behördenorchester.
Hipp-Konzert in Solothurn
Gespräche über ein Konzert in Solothurn, geplant für nächstes Jahr, seien bereits im Gange, freut sich Hipp. Solothurn - sogleich kommt er auf seine Verwandtschaft zu sprechen. Darauf, dass seine Grosseltern auf dem Friedhof St. Niklaus begraben seien, dass seine Mutter eine echte Solothurnerin gewesen sei und dass ihr, bevor sie nach München aufbrach, von ihren Eltern strikte verboten worden sei, einen Deutschen zu heiraten. «In ihrer Not pilgerte sie nach Sachseln, an die Stätte von Bruder Klaus, und gelobte, falls sie in der Fremde doch einen Mann finden sollte, ihren ersten Sohn zum Dank Nikolaus zu nennen.» Hipp schmunzelt: «So bin ich zu meinem Namen gekommen.»
Zurück zur Kunst. Hipps Bilder sind abstrakt. «Ich versuche, für den Betrachter eine Ausgangssituation zu schaffen, die ihm erlaubt, in seine eigene Richtung zu gehen.» Auf Titel verzichtet er. Er malt mit Öl auf Leinwand oder Karton, widmet sich daneben der Lithografie. «Meine Bilder sind in den letzten Jahren gezielter geworden, sind weniger experimentell», sagt Hipp. Langes Betrachten, ein langes «Daraufstarren»- das könne leicht eine halbe Stunde dauern - sei oft notwendig, bis er plötzlich sehe, wie es weitergehen müsse. Ein Bildband, erschienen 1998 anlässlich seines 60. Geburtstags, stellt seine Werke unter den Titel: «Lyrische Lebenswelten».
Präzision der Künstlerin
Ebenfalls in der Nähe von München, in Seeheim, wohnt Gabriela von Habsburg. Sie ist 1956 in Luxemburg geboren, gehört zur Nachkommenschaft von Maximilian von Habsburg (Erzherzog Maximilian, später Kaiser von Mexiko), ist also eine Prinzessin von Habsburg. Sie ist aber vor allem mit Leib und Seele Künstlerin, kommt im Gespräch über ihre Skulpturen und ihr Arbeitsmaterial, den Stahl, ins Schwärmen: «Die präzise Verarbeitung des Metalls fasziniert mich.» Früher habe sie mit Holz gearbeitet, da sei die Verbindung zwischen den Stücken künstlich gewesen, mit Schrauben, Nägeln. Beim Stahl könnten durch das Verschweissen neue Einheiten gebildet werden.
Mit der Skulptur spielen
Ihre Schweisstechnik, die Nachbearbeitung der Schweissnähte, ist bemerkenswert. Die Teile scheinen bloss aufzuliegen. Die Oberflächen bearbeitet Gabriela von Habsburg, legt gezielt Schleifspuren, benützt sie als zusätzliches Gestaltungselement. Die Künstlerin liebt es, schwarzen Stahl mit Edelstahl zu kombinieren, matte Oberflächen neben glänzende zu setzen. Ihre Skulpturen sind geprägt von Eleganz und Leichtigkeit. In neueren Arbeiten stellt sie ihre Kleinskulpturen auf Reflektionsflächen. Sie demonstriert an einer Skulptur, wie diese beliebig auf den Kopf, die Seite gestellt werden kann, immer perfekt im Gleichgewicht ist. «Man soll mit der Skulptur spielen, soll sehen, dass sie viele Gesichter hat», sagt Gabriela von Habsburg.
Die Ausstellung dauert bis 18. Mai. Samstag/Sonntag 14-18 Uhr, Dienstag/Donnerstag 17-20 Uhr.
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Seit 37 Jahren schwimmen sie

Nachdem 1960 das Schwimmbad Eichholz eröffnet wurde, gründeten einige Schwimmbegeisterte im darauffolgenden Jahr den Schwimmclub Eichholz-Gerlafingen. Nochmals ein Jahr später fanden die ersten Eichholzmeisterschaften mit anfangs drei Gastvereinen statt. Der Wettkampf durfte nur zwei bis drei Stunden dauern, da es dem Veranstalter nicht erlaubt war, das Schwimmbecken einen ganzen Tag lang «zu blockieren». Schwierigkeiten bereitete immer wieder das Wetter, da der Anlass einer der Ersten der Freibadsaison war und ist (Juni, heute im Mai). Die Wassertemperaturen erreichten oft knapp 18 Grad. Oder es fiel Regen.
Die erste Heizung :
Trotzdem nahmen von Jahr zu Jahr immer mehr Vereine teil. Bald gabs auch wärmetechnisch Abhilfe: 1973 wurde die erste Badewasserheizung installiert. Nach dieser Verbesserung lud der Schwimmclub Eichholz 1974 erstmals zwei ausländische Vereine ein (Ulm und Berkheim), eine langjährige Freundschaft entstand. 1978 war das nächste wichtige Jahr in der geschichtlichen Entwicklung des Eichholz-Cups: Die halbautomatische Zeitmessanlage Elesta, eine Eigenkonstruktion, kam erstmals zum Einsatz. Ein Novum in der Schwimmszene.
1987 folgte ein weiterer Schritt: der Umbau des Schwimmbeckens. Es wurde zum Wettkampfbecken mit acht Bahnen, für den Organisator ein wichtiger Schritt.
Und 1991 konnte bereits die 25. Austragung des internationalen Eichholz-Cups gefeiert werden. Am Jubiläum sorgten 44 Vereine, davon 8 aus dem Ausland, und 3699 Meldungen für einen Teilnehmerrekord. Das Interesse stieg weiter an bis es im Jahr 2000 zum neuen Rekord von 4568 Meldungen mit 52 Vereinen kam.
Und plötzlich war der Eichholz-Cup zu gross. Für Organisator und Teilnehmer. Erste Massnahmen zur Redimensionierung wurden ergriffen.
Festzelt für 4000:
Mit dem Eichholz-Cup haben sich die Gerlafinger Organisatoren in all den Jahren einen guten Namen gemacht. Ihre Arbeit wurde und wird geschätzt. Dazu gehört auch das Stellen des Festzeltes - für 4000 Personen -, das bei schlechter Witterung von den Schwimmerinnen und Schwimmern als trockener Unterschlupf benützt werden kann.
Der Eichholz-Cup war und ist ein typischer Saisoneröffnungswettkampf, sowohl für Spitzen- und Nachwuchsschwimmer gedacht. Für unzählige junge Schwimmerinnen und Schwimmer ist er gar Karriereeröffnung: Sie begannen im Eichholz ihre Wettkampflaufbahn.
In den letzten Jahren wurde ein Trend sichtbar. Es gibt öfter Anlässe nur für Spitzenschwimmer, der Nachwuchs- und Breitensport bleibt unter sich.
Einige Höhepunkte :
«In der bewegten, über vierzigjährigen Clubgeschichte des Schwimmclubs Eichholz-Gerlafingen gibt es neben Tiefs auch Highlights», spricht Clubpräsident Kurt Wüthrich. Höhepunkte waren die Verleihung des Sportförderpreises des Kantons und die Organisation der Schweizer Sommermeisterschaften 1998 im Eichholz.
Der Verein konnte sich von Jahr zu Jahr stabilisieren und brachte immer wieder Spitzenschwimmer hervor. Diese wanderten später meist in andere grössere Clubs ab, nachdem sie nationales Niveau erreicht hatten: In Sachen Infrastrukur und Betreuung, ohne ausreichende Wintertrainingsmöglichkeiten, konnte Eichholz kaum mit den Grossclubs und Schwimmzentren Schritt halten.
Die Vereinsaktivitäten basieren heute noch auf Ehrenamtlichkeit. Und noch sind alle Chargen besetzt, gegen hundert Jugendliche werden von acht Trainingsleiterinnen und -leitern betreut. Doch die Rekrutierungsprobleme, auch eine Folge der gängigen «Vereinsmüdigkeit», nahmen in letzter Zeit zu. «Ein Glücksfall für den Verein», freut sich Wüthrich, «ist das Engagement der Familie Cameron. Aus der Basler Schwimmszene kommend, setzen sich die Eltern als Cheftrainerin und Kampfrichter ein, ihre Kinder zählen zu den hoffnungsvollen Nachwuchsschwimmern des Clubs.» Er ist erfreut, dass das Verhältnis zu den Verantwortlichen des Schwimmbads und Behörden ausgezeichnet ist und der Club auf Unterstützung zählen kann.
25 Jahre lang OK-Chef :
Kurt Wüthrich zählte früher selber zu den aktiven Schwimmern. Mit 18 Jahren begann er Trainings zu leiten und übernahm später Ämter im Bereich Schwimmen. Seit 1962 ist er aktiv, während 25 Jahren war er OK-Präsident des Eichholz- Cups. «Dieser Wettkampf ist für unseren Club sehr wichtig - sozusagen eines unserer Aushängeschilder», meint er. Es gelang, das Meeting nach schwierigem Anfangsstatus in der Schwimmszene zu etablieren. Er gehört in der Region zu den grössten Schwimmanlässen und hat gesamtschweizerisch einen guten Namen. «Um dies zu erreichen braucht es natürlich gute Beziehungen und genügend ehrenamtliche Mithelfer.»
37. Eichholz-Cup, 24. und 25. Mai 2003, Schwimmbad Gerlafingen.

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Nicht unter den Teppich gekehrte Kulturen

Ein Grund zum Feiern
Jedes Jahr um die Osterzeit verwandelt sich das Schlösschen Vorder-Bleichenberg für ein paar Tage in ein mit Orientteppichen geschmücktes Paradies. Ein Farbentableaux, welches den Märchen aus Tausendundeinenacht entstiegen sein könnte. Alljährlich ein Grund zum Feiern. Heuer mischt sich ein Wermutstropfen in den Freudenbecher: Der Krieg im Irak. «Ich fühle mit allen Muslimen mit. Mit den direkt vom Kriege betroffenen und mit all jenen, die durch diese Offensive in ihren Grundwerten erschüttert worden sind», äussert sich Olivier F. Ziegler zur aktuellen Krisensituation im Nahen Osten. Ziegler kennt die Nachbarländer, ist oft auf Einkaufstour bei den Nomaden und Sesshaften im Süden des Irans, bei den Teppichknüpfern in der Türkei und im Kaukasus. Menschen, deren Lebensart und Religion er respektiert und deren Handwerkskunst er bewundert. «Fundamentalisten sind eines, doch ich habe auf meinen ‹Teppich-Expeditionen› nur friedliebende Gläubige angetroffen. Deswegen will ich gerade heute mit der ‹Orient Expo 03› meine Sympathien und meine Solidarität mit diesen Menschen bekunden», bemerkt der Orientkenner.

Die vier Elemente
Die Ausstellung im Schlösschen hat das Team Olivier F. Ziegler und André Weber bewusst unter die Elemente des Lebens – Wasser, Feuer, Erde und Luft – gestellt. Jeder Ausstellungsraum ist einem dieser Prinzipien untergeordnet, ensprechend dekoriert und hergerichtet. Etwas ganz Besonderes hat sich «Sidi» Oliver F. Ziegler für die schlosseigene Hauskapelle ausgedacht: «Das Sterben ist im Irak allgegenwärtig und Schwarz bedeutet ja Tod. Der ehemalige Sakralraum wird verdunkelt, eine Lichtinstallation beleuchtet die einzelnen Teppiche. Hier sind auch Sammlerstücke ausgestellt, museumswürdige Prachtexemplare», erklärt Ziegler die Ausstellungsidee mit dem Bezug zur Tagesaktualität.

«Bei den Nomanden und bei uns»
An die Expo.02 erinnern neben dem Namen farbenfrohe Hölzer, die sich in jedem Raum finden. «Das haben wir dem Hochzeits-Pavillon abgeschaut», schmunzelt Ziegler und weist auf die Symbolik des Begegnens hin. So viel zu Licht und Schatten. Das Element Wasser findet sich in blauen Teppichen und in dekorativen Wasserspendern. «Blau ist der Himmer und das Wasser – bei den Nomaden und bei uns», schliesst Oliver F. Ziegler den Schlösschen-Rundgang. Für jene Besucher, die mehr über die Traditionen und das Leben der Knüpferfamilien erfahren möchten, bietet Ziegler morgen Freitag, um 16 Uhr, eine kommentierte Führung an.

Die Ausstellung dauert noch bis Sonntag.
«Orient Expo 03»
Am Donnerstag 15 bis 20 Uhr. Karfreitag 11.30 Uhr (Matinée mit «Schiefe Dialoge, Loriot & Co.») bis 18 Uhr. Samstag 13 bis 17 Uhr. Ostersonntag (letzter Ausstellungstag) 11.30 Uhr («Humorvolle Zaubereien» mit Zauberer Sveroni) bis 17 Uhr. Der Eintritt ist jeweils frei.

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Immer schön der Reihe nach

«Ich bin, wie man so sagt, eine fröhliche Natur», sagt Hansueli Flückiger. Und einer, der gerne Leute um sich habe. Das hat er in seinem Coiffeursalon den ganzen Tag, mal mehr, mal weniger und ganz selten gar niemanden. Denn in Flückigers Salon kann man sich nicht anmelden. «Es ist für mich viel praktischer so», sagt er. Und diese Praktik kommt an bei seiner Kundschaft. Beim Schichtarbeiter, der nach Arbeitsende zu ihm kommt, beim Landwirt, der einen Schlechtwettertag nutzt, beim Aussendienstmitarbeiter, der gerade in der Gegend zu tun hat, und beim Rentner, der etwas Kurzweil sucht.
Schnell die Zeitung lesen
Jeder kommt bei ihm schön der Reihe nach dran. Und die Wartezeit wird von vielen bewusst in Kauf genommen. «Ich habe Kunden, die es schätzen, wenn sie bei mir schnell die Zeitung lesen oder sich ein wenig von der Alltagshektik erholen können», erzählt Flückiger.
In seinem Beruf vernimmt er allerlei. Manchmal sehr persönliche Sachen, die seine Kunden ihm anvertrauen, wenn er mit ihnen allein im Salon ist. «Zuweilen bin ich eine Art Seelenklempner», sagt er. Nebst den Kunden, die gerne selber etwas erzählen, gibt es andere, die lieber zuhören. Dank seiner gewinnenden Art kann Flückiger mit beidem dienen. Die Erzählungen verschiedenster Berufsleute aus dem Alltag seien ihm immer wieder anregend und lehrreich. So beschäftigt er sich gerne mit Schreiner- und Maurerarbeiten, und da habe er von seinen Kunden schon viele nützliche Tipps erhalten. Dieses Wissen hat er erst kürzlich gut anwenden können, als er zusammen mit seiner Tochter Sarah deren Coiffeursalon umgebaut hat.

Kaum mehr Rasuren
Einen «Coiffeur Flückiger» gibt es in Derendingen seit 1928. Damals eröffnete sein Vater einen Herrensalon. In der gleichen Liegenschaft führte der Onkel einen Damensalon: Dort, wo jetzt Sarah Flückiger ihr Geschäft betreibt. Hansueli Flückiger, der nächstes Jahr 60 wird, kennt also das Coiffeurmetier von Kindesbeinen an und hat manchen Wandel in seinem Gewerbe miterlebt. So haben sich bis in die Fünfzigerjahre viele Männer vom Coiffeur rasieren lassen. «Am Samstag wurde nur rasiert. Mein Vater und sein Angestellter haben an diesem Tag an die hundert Rasuren gemacht, und meine Mutter hat beim Einseifen geholfen», erinnert er sich. Heute hat er noch einen festen Kunden, der sich bei ihm immer aufs Wochenende hin rasieren lässt. Oder die gängige Mode beschert ihm ab und zu einen jungen Mann, der sich seine langen in die Spitze gezogenen Koteletten ausrasieren lässt. «Ich rasiere gerne und bin froh, wenn ich noch ab und zu Gelegenheit dazu habe», sagt Hansueli Flückiger nicht ohne Berufsstolz.
Sportidole und Popstars gäben immer wieder die Mode vor. Während der letzten Fussballweltmeisterschaft hätten viele Buben eine Kurzhaarfrisur verlangt. Dies sei auch schon anders gewesen. Zu René Botterons Zeiten hätten sich die «Schüttelerbuben» höchstens ein wenig die Spitzen schneiden lassen. Oder Anfang der Sechzigerjahre - Flückiger war damals in der Lehre - hätten die Pilzkopffrisuren der Beatles zu einer regelrechten Krise im Coiffeurgewerbe geführt.

Hausbesuche am Abend
Damals sind in der Schweiz 4000 Geschäfte eingegangen. Auch vor Derendingen hat diese Entwicklung nicht Halt gemacht. «Einst gab es in Derendingen sieben reine Herrensalons, heute bin ich der einzige.»
Flückiger versorgt seine Kundschaft auch, wenn sie nicht mehr zu ihm kommen könne. Etwa, wenn sie im Altersheim oder im Spital ist oder zu Hause krank darniederliegt. Dies alles nach dem Feierabend, ohne Aufpreis. «Schliesslich sind diese Leute auch jahrelang zu mir gekommen, also kann ich auch zu ihnen gehen.» Ans Aufhören denkt Hansueli Flückiger noch lange nicht. «Ich werde gar nie pensioniert werden. So lange ich merke, dass die Leistung stimmt, die ich erbringe, und mich die Kundschaft akzeptiert, mache ich weiter.»

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Bilder von Rychener

14 Bilder und Einzelstücke des verstorbenen Max Rychener sind derzeit im Hotel Restaurant Kreuz ausgestellt.

Das «Kreuz» in Luterbach ist ein Hotel und Restaurant. Der Wirtshausraum ist aber auch eine Galerie. Sie bietet Kunst Schaffenden und Kunstfreunden aus Luterbach und Umgebung die Möglichkeit, Werke und Motive mit einer Beziehung zum Dorf Luterbach auszustellen.
Derzeit sind 14 Bilder und Einzelstücke aus Restbeständen des verstorbenen Luterbacher Künstlers Max Rychener im «Kreuz» ausgestellt - Aquarelle und Zeichnungen, Bilder aus der Toskana und andere Werke. Während der Ausstellung kochen Peter und Stephan Büchel das Lieblingsgericht von Rychener: Ein Cordon bleu vom Kalb mit Pommes frites.
Max Rychener verstarb vor fünf Jahren. Der Künstler hat sich an verschiedenen Einzelausstellungen einen Namen weit über die Region hinaus gemacht. Mit Begeisterung arbeitete Rychener in seinem Atelier in Luterbach oder in seinem Haus in Kräiligen. Die ausgestellten Werke im Hotel Restaurant Kreuz sind selbstverständlich verkäuflich.

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«Drachen» frisst «Zollhüsli»


Das Restaurant Zollhüsli ist gestern versteigert worden. Neue Besitzerin ist das Ehepaar Lam Kam Hing, Pächter des Chinarestaurant «Drachen-Garten». Neueröffnung im «Zollhüsli» ist im Sommer.

Hier wird jetzt renoviert ...
Die neuen Besitzer des Restaurant Zollhüsli, das Ehepaar Lam Kam Hing, sind in Obergerlafingen keine Unbekannte, heimatberechtigt und betreiben dort bereits das China-Restaurant «Drachen-Garten». Allerdings nur in Pacht. Die Lam Kam Hings waren dort nun 13 Jahre lang eingemietet.
Das gestern von ihnen erworbene Restaurant Zollhüsli wollen sie nun renovieren, einer baulichen Kosmetik unterziehen. Die Neueröffnung des «Drachen-Garten» am neuen Standort ist für Sommer oder Herbst dieses Jahres vorgesehen.


... da ein Pächter gesucht
Was passiert dann mit dem China-Restaurant? Dem Besitzer, Willi Jäggi, ist es ein Anliegen, einen neuen Pächter zu finden, einen, der das Haus als Gastronomie-Betrieb weiterführt. Damit sollte in absehbarer Zeit auch in Obergerlafingen wieder eine «Beiz» der Dorfbevölkerung zur Verfügung stehen. Das war nun eine ganze Weile nicht der Fall.

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